Nach der Konzeption Mütterzentrum gründeten wir mit sieben Frauen unseren Selbsthilfeverein im Jahr 2002.
Diese Konzeption basiert auf Freiwilligkeit und der Überzeugung, dass jeder Mensch etwas besonders gut kann.
HELL-GA steht für die Stadtteile Hellerhof und Garath im Düsseldorfer Süden in deren Mitte wir uns befinden.
Im Februar 2007 wurden wir zum ersten Mehrgenerationenhaus in Düsseldorf durch das Bundesfamilienministerium ernannt.
Kompetenzen, beruflich -oder anders erworben, schlummern bei vielen Menschen oft im Verborgenen. Auch die Kompetenzen und Erfahrungen von älteren Menschen sind wertvolles Gut und wichtig für nachfolgende Generationen. Deswegen sind uns generationsübergreifende Projekte wichtig. Beim Mittagstisch treffen Jung & Alt zusammen, ähnlich wie in früheren Großfamilien. Wir alle schätzen diese Zeit in den Mittagsstunden, denn für jeden findet sich dort ein "offenes Ohr". So treffen z.B. bei uns Schulkinder aus der Mittagsbetreuung auf Senioren, welche zu Hause den Partner pflegen müssen und so eine Stunde Zerstreuung finden können. Umgekehrt fehlt in vielen Familien die Anbindung an die ältere Generation. Im Computerkurs wird zusammen gelernt und nebenbei festgestellt, dass auch die "Anfangsproblemchen" altersunabhängig sind. Handwerkliche Fähigkeiten sind gerade im virtuellen Zeitalter für junge Menschen wieder interessant geworden. So kann es geschehen, dass die Anleitung zu Laubsägearbeiten eines älteren Herrns mit Handyunterricht von den Jugendlichen gewürdigt wird. In der Mittelaltergruppe für Jugendliche sind Kenntnisse aus vergangenen Zeiten stets gefragt und Gäste immer willkommen.
Klassisches Programm für Senioren suchen Sie bei uns vergebens, denn das machen die Senioreneinrichtungen schon lange und gut! Hier sehen wir auch nicht unseren Auftrag.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung von Menschen in Familienzeiten, mit Angeboten für die Kleinsten, Kleinkindbetreuung, Beratung und vieles mehr.
Unsere Angebote entstehen niederschwellig beim gegenseitigen Kennenlernen: In unserem Café, auf Stadtteilfesten und Vorträgen über unsere Arbeit usw. Besuchen Sie uns montags am Vormittag im Café in der offenen Teamsitzung bei einem Frühstück ! Hier treffen Bedürfnisse und Ideen aufeinander und unser hauseigener "Projektmotor" versucht alles in die richtigen Bahnen zu lenken.
Wir haben das Bedürfniss nachbarschaftliche Strukturen zu stärken und Gemeinschaft aktiv zu leben . Hier möchten wir gerne raumgebend zur Seite stehen. Weltanschaulich neutral, geschlechtsunabhängig, kultur- und generationsübergreifend. Unsere Räumlichkeiten sind u.a.im ehemaligen Kindergarten einer Kirchengemeinde angemietet,belaufen sich mittlerweile auf ca. 700 qm und konnten mit Fördermitteln aus den Programmen "Initiative Ergreifen" für Bürgerschaftliches Engagement und IFAS : Innovation für familien-und altengerechte Stadtquartiere moderniesiert werden.
Die Förderung und Wertschätzung des Einzelnen hat sich unser Verein zur Aufgabe gemacht. Jeder Mensch ist bei uns willkommen und hat die Möglichkeit zu seinen Bedingungen aktiv zu werden. Unsere Arbeit basiert auf Freiwilligkeit und soll individuellen Lebensbedingungen gerecht werden. Ein wohlwollendes Miteinander trotz aller Unterschiedlichkeit der Menschen bei uns , sowie konstruktive Offenheit sind wichtige Grundlagen für unsere Arbeit. So entsteht ein buntes Angebot, welches sich weitgehend der aktuellen Nachfrage anpasst.
Unser Team besteht mittlerweile aus über 45 MitarbeiterInnen, die in den unterschiedlichsten Bereichen tätig sind. Unsere innerbetriebliche Hierachie ist bewusst "flach"gehalten. Der tägliche Umgang miteinander erfolgt auf Augenhöhe und Synergien entstehen. Viele sind über den "Job" hinaus bei uns. Ein Großteil der MitarbeiterInnen, sowie der Vorstand sind "Freiwillige" und arbeiten unentgeldlich. Eine Aufwandsentschädigung ist jedoch obligatorisch und dient der Wertschätzung des Einzelnen.
Daniela Weinsberg
